Ende des befristeten Arbeitsvertrags und anderer spezifischer Verträge

Bestimmte Arbeitsverträge sind darauf ausgelegt, zu einem festgelegten Datum oder nach besonderen Regeln zu enden, wie im Fall des befristeten Arbeitsvertrags. Ihre Auflösung ist streng geregelt, insbesondere bei vorzeitiger Beendigung.

Geprüft am 11. Mai 2026

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Zusammenfassung

  • Der befristete Arbeitsvertrag endet grundsätzlich automatisch zum vorgesehenen Datum.
  • Eine vorzeitige Auflösung ist nur in gesetzlich festgelegten Ausnahmefällen möglich.
  • Eine unrechtmäßige Auflösung kann zur Zahlung von Schadensersatz führen.
  • Das Ende des Vertrags berechtigt in der Regel zu einer Entschädigung und zum Arbeitslosengeld.

In welchen Fällen kann ein befristeter Arbeitsvertrag vor seinem Ablauf enden?

Der befristete Arbeitsvertrag endet automatisch zum vorgesehenen Datum oder bei Erfüllung des Zwecks, für den er abgeschlossen wurde. Die Aussetzung des Vertrags (Krankheit, Mutterschaft) verschiebt diesen Termin grundsätzlich nicht.

Für den Arbeitgeber ist es wichtig, zwischen einem normalen Vertragsende und einer vorzeitigen Auflösung zu unterscheiden, die strengen Regeln unterliegt.

Die vorzeitige Auflösung eines befristeten Arbeitsvertrags ist nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Fällen möglich.

  • Auflösung während der Probezeit: Während der Probezeit kann jede Partei den Vertrag frei beenden, sofern eine Kündigungsfrist eingehalten wird.
  • Auflösung im gegenseitigen Einvernehmen: Arbeitgeber und Arbeitnehmer können gemeinsam beschließen, den Vertrag zu beenden. Diese Vereinbarung muss schriftlich festgehalten werden.
  • Wechsel des Arbeitnehmers zu einem unbefristeten Vertrag: Der Arbeitnehmer kann seinen befristeten Arbeitsvertrag auflösen, wenn er eine Einstellung mit unbefristetem Vertrag nachweist. Er muss dann eine Kündigungsfrist einhalten, sofern keine Befreiung vorliegt.
  • Weitere zulässige Fälle: Der befristete Arbeitsvertrag kann auch vor seinem Ablauf in Fällen schweren Fehlverhaltens, höherer Gewalt oder vom Betriebsarzt festgestellter Arbeitsunfähigkeit aufgelöst werden.

Außerhalb dieser Fälle ist die Auflösung unrechtmäßig und kann zu Schadensersatz führen.

Welche Entschädigungen gibt es am Ende eines befristeten Arbeitsvertrags?

Am Ende des Vertrags erhält der Arbeitnehmer in der Regel zwei Arten von Entschädigungen:

  • Die Prekaritätsprämie.
  • Die Ausgleichszahlung für nicht genommenen Urlaub.

Welche Auswirkungen auf das Arbeitslosengeld?

Das Ende eines befristeten Arbeitsvertrags berechtigt grundsätzlich zum Arbeitslosengeld (ARE), sofern die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Eine nicht konforme vorzeitige Auflösung kann diesen Anspruch jedoch in Frage stellen.

Für den Arbeitgeber ist die korrekte Ausstellung der Bescheinigung für France Travail von wesentlicher Bedeutung

Welche Auswirkungen auf das Aufenthaltsrecht?

Für ausländische Arbeitnehmer hängen die Folgen vom Aufenthaltstitel ab. Wenn der Titel jede berufliche Tätigkeit erlaubt, hat das Vertragsende grundsätzlich keine unmittelbaren Auswirkungen.

Bei Titeln, die an eine befristete Beschäftigung gebunden sind, ist jedoch besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei Änderungen der Situation oder bei Verlängerungen.