Fahren in Frankreich und Umtausch eines ausländischen Führerscheins

Das Fahren in Frankreich mit einem ausländischen Führerschein ist unter bestimmten Bedingungen gestattet. Diese hängen insbesondere vom Ausstellungsland ab und erfordern in bestimmten Fällen weitere spezifische Verfahren wie einen obligatorischen Umtausch.

Geprüft am 11. Mai 2026

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Zusammenfassung

  • Der europäische Führerschein ist in Frankreich unbegrenzt gültig (außer bei Verstößen).
  • Der nicht-europäische Führerschein ist maximal 1 Jahr nach der Niederlassung in Frankreich gültig.
  • Der Umtausch ist vor Ablauf des ersten Jahres obligatorisch, wenn das Land ein Abkommen mit Frankreich hat. Der Antrag erfolgt online auf der Website der ANTS.
  • Ohne Umtauschabkommen ist es erforderlich, den französischen Führerschein zu erwerben.

Darf man in Frankreich mit einem ausländischen Führerschein fahren?

Ja, unter der Bedingung, dass der Führerschein:

  • Gültig ist.
  • In seinem Ausstellungsland weder ausgesetzt, annulliert noch in der Nutzung eingeschränkt wurde.
  • Die angegebenen medizinischen Auflagen erfüllt (z. B. Tragen einer Brille).
  • Dem in Frankreich erforderlichen Mindestalter entspricht (18 Jahre für einen Führerschein der Klasse B).

Die Regeln unterscheiden sich anschließend je nachdem, ob es sich um einen europäischen oder nicht-europäischen Führerschein handelt.

Welche Regeln gelten für einen europäischen Führerschein?

Ein von einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums ausgestellter Führerschein wird in Frankreich anerkannt und kann unbegrenzt frei verwendet werden.

Der Inhaber des Führerscheins kann freiwillig den Umtausch gegen einen französischen Führerschein beantragen.

Schließlich kann ihm der Führerschein entzogen werden, wenn er einen Verstoß begeht, der eine Verwaltungsmaßnahme nach sich zieht.

Welche Regeln gelten für einen nicht-europäischen Führerschein?

Ein außerhalb Europas ausgestellter Führerschein ist maximal 1 Jahr gültig ab:

Nach Ablauf dieser Frist ist es nicht mehr möglich, mit diesem Führerschein zu fahren.

Spezifische Bedingungen für nicht-europäische Führerscheine

Um während dieses ersten Jahres anerkannt zu werden, muss der Führerschein:

  • Im Land des gewöhnlichen Wohnsitzes ausgestellt worden sein.
  • Vor Beginn der Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis erworben worden sein.
  • In französischer Sprache abgefasst oder von einer offiziellen Übersetzung begleitet sein.
  • Gültig und in seinem Ausstellungsland nicht ausgesetzt sein.

Wie tauscht man seinen nicht-europäischen Führerschein gegen einen französischen um?

Wenn das Herkunftsland ein Umtauschabkommen mit Frankreich unterzeichnet hat, muss der Umtausch vor Ablauf des ersten Wohnsitzjahres beantragt werden.

Wenn kein Abkommen besteht, ist der Führerschein nicht umtauschbar. Der Inhaber muss den französischen Führerschein (theoretische und praktische Prüfung) vor Ablauf des ersten Wohnsitzjahres in Frankreich erwerben.

Ein offizieller Simulator ermöglicht die Überprüfung, ob das Herkunftsland von einem Umtauschabkommen erfasst ist.

Wie lange ist der erhaltene französische Führerschein gültig?

Der nach dem Umtausch ausgestellte französische Führerschein:

  • Ist 15 Jahre gültig.
  • Umfasst 12 Punkte.

Wenn der ausländische Führerschein weniger als 3 Jahre alt ist, erhält der Inhaber einen Führerschein auf Probe mit 6 Punkten, der nach 3 Jahren ohne Verstoß auf 12 Punkte erhöht wird. Der Umtausch erfordert die Abgabe des Original-Führerscheins an die französischen Behörden.